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G-7 für weitere Konjunkturmaßnahmen

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image Die sieben großen Industriestaaten (G-7) wollen den wirtschaftlichen Erholungsprozess weiter mit staatlichen Mitteln voranbringen. Das beschlossen die Finanzminister der G-7 (Foto: AP)

Die sieben großen Industriestaaten (G-7) wollen den wirtschaftlichen Erholungsprozess weiter mit staatlichen Mitteln voranbringen. Das beschlossen die Finanzminister der G-7 am Wochenende zum Abschluss zweitägiger Beratungen in Kanada.

Zugleich wollen sie angesichts der griechischen Schuldenkrise und der Haushaltsprobleme in Portugal und Spanien Maßnahmen zur Beruhigung der globalen Märkte ergreifen. Der kanadische Finanzminister Jim Flaherty erklärte am Samstag, um ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen seien weiterhin staatliche Impulse notwendig. Konkrete Vorschläge für neue Konjunkturprogramme wurden noch nicht gemacht, sollen aber im Laufe des Jahres entwickelt werden.
Die Ministerrunde erörterte zugleich aber auch Strategien für eine Rückführung der Konjunkturhilfen, wenn sich die Wirtschaft im kommenden Jahr gefestigt haben sollte.

Tagung in Eis und Schnee

Bei den Gesprächen in dem Städtchen Iqaluit in der kanadischen Arktis ging es auch um eine Reform des weltweiten Bankensystems. Zudem kündigten die Finanzminister aus Kanada, den USA, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und Japans an, sich für einen Schuldenerlass für das vom Erdbeben verwüstete Haiti einzusetzen.
Die Gruppe werde mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und anderen internationalen Institutionen zusammenarbeiten, um dies so rasch wie möglich durchzusetzen, sagte Flaherty.

Das 7.000 Einwohner zählende Städtchen Iqaluit war ein ungewöhnlicher Austragungsort in Eis und Schnee. Gastgeber Kanada hatte es unter anderem deshalb ausgesucht, um seine Souveränität über seinen Teil der Arktis zu verdeutlichen.
Der Klimawandel verändert auch die Geografie: Das Eis schmilzt, es öffnen sich neue Wasserstraßen und damit neue Zugänge zu einem Dorado an Bodenschätzen, Ölvorkommen und Polarrouten. Darüber sind prompt Rivalitäten unter den Anrainerstaaten ausgebrochen.

APD

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